Die Staudenradler
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Stand: 12.03.17

Staudenradler 26.06.-28.06.1991
Münsterland

 

Mittwoch, 26.06.1991
Abfahrt ab Augsburg -  um 22.04 Uhr nach Münster
Ankunft um 06.55 Uhr
Jürgen und Jörg holten uns mit den Autos ab, dann ging's nach Greven, dort Duschen und Frühstücken um 10.00 Uhr start der Tour noch bei Sonnenschein, doch bereits in Münster kommt der erste Gewitterregen, der drei Tage nicht enden will.
Donnerstag, 27.06.1991

Von Greven nach Rosendahl ca. 68 km
Freitag, 28.06.1991
Von Rosendahl eine verkürte Strecke wegen Regen nach Hörstel ca. 60 km
Samstag
, 29.06.1991
Von Hörstel nach Greven ca. 52 km, anschließend Grillfeier bei Jürgen
Samstagabend Abfahrt mit dem Taxi und Zug ab Münster um 21.07 Uhr
Ankunft in Augsburg am Sonntagmorgen um 05.41 Uhr, mit dem Rad nach Margertshausen

Dabei waren:
Straßer Norbert, Schäfer Jürgen, Biber Gottfried und Georg, Singer Anton,
Kunz Alfred, Frank Anton, Lehmann Jörg, Sirch Georg und Peter Funk

 

Fahrtbericht:

 

Im Sommer 1990 radelten wir im Altmühltal in drei Tagen zu neunt von Gunzenhausen über Eichstätt nach Kehlheim der Altmühl entlang.

In diesem Jahr stand eine ganz besondere Tour auf dem Plan. Drei Tage mit dem Radl durch das Münsterland in Nordrhein-Westfalen. Ausgangspunkt der Tour war natürlich Margertshausen. Am Mittwoch, 26.6., um 20.30 Uhr fuhren wir dann per Radl zum Augsburger Hauptbahnhof.

Dort galt es, nach einem Abschiedsfoto, dann als erstes unsere acht Drahtesel in den Gepäckwagen des verspäteten D 1910 zu verladen. Um 22.18 Uhr begann dann unsere fast neunstündige Bahnreise Richtung Westfalen. Wir waren alle gut aufgelegt und die fast einjährige Vorfreude auf unsere neue gemeinsame Radtour näherte sich ihrem Höhepunkt. Für das körperliche Wohl hatten wir selbstverständlich auch bestens gesorgt. Eine kräftige Brotzeit und Bier aus der Partydose gezapft, ließen uns die ersten Stunden unserer langen Bahnreise recht schnell vergehen.

Gegen 2.00 Uhr morgens legten wir uns so gut es eben ging, zum Schlafen (trotz Vollmond) um in Münster einigermaßen fit anzukommen. Überpünktlich ging unsere lange Bahnfahrt am Donnerstag, 27.06. um 6.55 Uhr am Bahnhof von Münster zu Ende. Unsere Freunde Jürgen Schäfer und Jörg Lehmann warteten schon ungeduldig um uns 7 + 1 Schwaben nach einem Jahr Radtourabstinenz begrüßen zu können. Nachdem wir unsere Räder auf ihre Autos verfrachtet hatten, fuhren wir zu ihrem Wohnort nach Greven. Dort war für uns ein deftiges Frühstück vorbereitet. Danach ging es noch schnell unter die Dusche bevor wir bei der gerade herausgekommenen Sonne um 9.30 Uhr unseren ersten Tourtag in Angriff nahmen.
Wir radelten auf schönen Radwegen nach Münster um dort den Dom mit seiner Weltzeituhr zu besichtigen. Als wir dort ankamen, wurden wir von einem Gewitterregen zu einer Zwangspause in der Fußgängerzone gezwungen. Nach der Mittagspause in einer der ältesten Gaststätten von Münster, dem „Pinkus“ setzten wir unsere Tour bei leichtem Regen fort, denn es galt ja unser erstes Etappenziel zu erreichen. Unterwegs mussten wir dann noch zwei Regenzwangspausen einlegen. Nach der zweiten Pause platzte einem von uns auch noch ein Reifen und das ausgerechnet zu einer Zeit, als es gerade mal nicht regnete.
Nachdem bei der versuchten Reparatur keiner der drei mitgeführten Ersatzschläuche passte, mussten wir in den nächsten Ort Billerbeck, passenden Ersatz besorgen. Nach der Wiederherstellung des defekten Rades begann es erneut zu regnen. Doch nachdem es schon relativ spät war und die erste Fünfergruppe von uns bereits am Zielort war, nahmen wir das Nasswerden in Kauf und erreichten dann verspätet und tropfnass unseren Zielort, Darfeld. Außerhalb des Ortes hatten wir auf dem „Immenhof“ unser erstes Quartier gebucht. Dort warteten unsere besorgten Mitfahrer und Gastgeber des Bauernhofs auf uns. Am offenen Kaminfeuer trockneten wir unsere nassen Sachen und wärmten uns etwas auf. Nach einem erfrischenden Duschbad und einem anschließenden guten Abendessen war dann jeder von uns froh, ins Bett, zur verdienten Bettruhe zu kommen.

Am Freitagmorgen wurden wir auf dem Immenhof von der Gastgeberfamilie mit einem sehr guten Frühstück, bei dem es an nichts fehlte, was ein Radlerherz begehrt. Nach einer kurzen Probefahrt mit dem hauseigenen 12er Tandem wurden wir mit einem kleinen Andenkentafelgeschenk verabschiedet. Kaum hatten wir uns wieder auf unsere Drahtesel geschwungen, begann es wieder zu regnen. Nachdem wir dann die Radkarte zur Hand genommen hatten, entschieden wir uns für eine verkürzte Stecke zu unserem nächsten Zielort.

Allerdings bedeutete diese Routenverkürzung für uns auch, das Fahren auf Landstraßen, statt auf den geplanten Radwegen. Nichts desto trotz ließen wir uns auch durch Regen und Wind nicht davon abhalten, unsere Radtour fortzusetzen. Zunächst fuhren wir über Laer, Altenberge, Nordwalde nach Emsdetten. Dort stärkten wir uns für die Weiterfahrt in einem radlerfreundlichen Hotel, über Bevergen erreichten wir diesmal schon gegen 17.00 Uhr unseren zweiten Etappenzielort Riesenbeck. Dort besuchten einige von uns das Hallenbad, dort wurden wir dummerweise unserer Trinkflaschen erleichtert. In der Gaststätte in der wir untergebracht waren, wurde gerade ein Schützenfest gefeiert. Nach dem Mitfeiern bei den Schützen servierte uns die Wirtin unser verdientes Abendessen.
Nach einem gemütlichen Dämmerschoppen, bei dem wir herzlich über manchen Witz lachten und zum Schluss noch ein paar schöne Volkslieder sangen, fielen wir alle recht müde in unsere Betten, um uns für die nächste Etappe fit zu schlafen. Nach einem guten und reichhaltigen Frühstück machten wir uns an diesem Samstag auf zu unserer letzten Etappe, zurück zu unserem Ausgangspunkt nach Greven.

Wir radelten zunächst nach Ibbenbüren, dann über Tecklenburg nach Langenrich, dort besorgten wir uns auf einem Bauernhof „Westfälischen Schinken“ und radelten weiter nach Ladbergen. Dort legten wir eine Verschnaufpause ein, bevor wir nach Greven, unserem letzten Zielort aufbrachen. In Greven feierten wir dann zum Abschluss ein rundum schönes Grillfest unter bayerischer Flagge, die wir bereits bei der Ankunft gehisst hatten.
Gemeinsam radelten wir dann an den Bahnhof der radlerfreundlichen Kleinstadt Greven. Doch dort traf uns die Nachricht, dass unser Anschlusszug nach Münster erst ab September fährt, wie ein Blitz. Eine all zu hektische Aktion, vier Taxis bestellen, Räder in die Taxis verladen und dann mit Vollgas nach Münster Hauptbahnhof, verhinderte, dass wir uns gebührend von unseren Freunden aus Westfalen verabschieden konnten. Dort angekommen mussten wir unsere Räder in den Gepäckwagen des D 1911 verladen. Dies war kaum geschehen, fuhren wir auch schon in Richtung Augsburg aus dem Hauptbahnhof von Münster aus. In den ersten Stunden unserer Heimfahrt, über Dortmund, Köln, Bonn, Mainz, Heidelberg, Stuttgart, Ulm nach Augsburg, führten wir Radlerfachgespräche und begannen bereits mit der Planung der nächstjährigen Tour. Diese soll uns voraussichtlich der Donau entlang führen. Gegen Mitternacht fanden wir dann unseren wohlverdienten D-Zug-Schlaf.
Bei Sonnenaufgang wurden wir dann wieder wach und es dauerte nicht mehr lange bis wir um 5.41 Uhr pünktlich in den Augsburger Hauptbahnhof einfuhren. Von Augsburg radelten wir dann gemütlich nach Margertshausen, wo wir. noch zum Ausklang gemütlich gemeinsam frühstückten.

Alle waren sich einig, trotz der diesjährigen Regen-Wind-Tour im nächsten Jahr wieder mitzuradeln.

Diaschau der Staudenradler-Tour 1991

Stand: 11. Januar 2014